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Steckenpferd 2010 an Frau Waltraud Peeters
erstellt von Dr. Michael Rumphorst
04.05.2010     Klicks:761     A+ | a-
Am Sonntag, 02. Mai 2010 haben die Kempener Grünen zum 7. Mal den  jährlichen Ehrenpreis, das „Steckenpferd“ verliehen.
Dieser Preis wurde in diesem Jahr Frau Waltraud Peeters überreicht, die sofort betonte, als sie davon erfuhr, dass sie den Preis stellvertretend für die
MS – Selbsthilfegruppe Kempen entgegen nimmt.

Das Steckenpferd ist mein „Steckenpferd“, das besonderes ehrenamtliches bürgerliches Engagement in Kempen ehrt, so Alexa Bernards Niermann, unsere ehemalige Fraktionsvorsitzende in ihrer Laudatio.

Auszug aus der Laudatio:

Liebe Frau Peters, wenn man die Auflistung Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten betrachtet, begreift man sofort, dass dies, die Kempener Selbsthilfegruppe, nur ein geringer, nicht minder wichtiger Teil ihres Engagement ist.
Ich darf Ihnen allen einen kurzen Abriss vortragen.

Seit 1985 sind Die Mitglied im DMSG Landesverband NRW
- von 1985-2002 aktiver Mitglied in der DMSG Ortsvereinigung Krefeld,
- da von 1992-2002 als stellvertretende Vorsitzende
- seit 1993 DMSG Patientenbeiratsmitglied
- seit 1994 ausgebildete MS-betroffenen Beraterin der DMSG NRW
- seit 1995 DMSG Landesratsmitglied NRW
- seit 2002 Gründerin der MS-Selbsthilfegruppe Kempen und Ansprechpartnerin für MS Betroffene
- 2004-2008 DMSG Kontaktbeiratsmitglied
- Mitbegründerin des Arbeitskreises für ein behindertenfreundliches Kempen

Die unheilbare Krankheit, Multiple Sklerose, (MS) befiel Sie, Frau Peters, schon in jungen Jahren.
Viele Menschen, die die Diagnose erhalten, setzen sich nicht damit auseinander und ziehen sich zurück.
Einschränkungen sowohl der Motorik als auch der Sensibilität, z.B. Schmerz, -Wärme, -Kälteempfindungen, Symptome, die in Schüben auftreten und je nach Krankheitsverlauf dauerhafte Einschränkungen mit sich bringen, beeinträchtigen nicht nur die praktische Lebensbewältigung, häufig führen sie auch zu psychischen Dispositionen
die wie o.g. zu einem Rückzug führen. Die Erkrankung kann eine Identitätskrise auslösen – gerade angesichts der extremen Unsicherheit in Bezug auf Ursachen, Auslöser, Prognose und Verlauf.
Die Tatsache, dass MS unheilbar ist, kann das Gefühl von Hilflosigkeit und Kontrollverlust mit sich bringen.

Ganz anders Sie, Frau Peters, Sie nahmen Ihr Schicksal in die Hand und engagieren sich und tun dies bis heute, für sich und Ihre Mitbetroffenen.

Und um diese Menschen zurück ins Leben zu holen und um zu informieren, haben Sie vor acht Jahren in Kempen einen DMSG – Kontaktkreis Kempen (Multiple Sklerose Beratung)gegründet.

Hier steht der persönliche Kontakt an erster Stelle. Gemäß dem Leitsatz: „Gemeinsam kommt man vorwärts“, gehören heute der Gruppe bis zu 20 Mitglieder im Alter von 25 bis 60 Jahren an.

„Lebensqualität ist für uns erkrankte wichtig“, sagen Sie.

Das klingt leicht, erfordert aber unendlich viel Kraft und Mut, den Sie auch nicht zuletzt dadurch bewiesen haben, indem Sie gegen ärztlichen Rat zwei Kinder bekamen. Ihre Töchter sind inzwischen 26 und 27 Jahre. Eine Ihrer Töchter sagte im Vorgespräch über Sie: „Meine Mutter war immer unterwegs, engagiert und aktiv, aber auch immer für uns Kinder da, egal wie schlecht es ihr ging. Ich weiß nicht, woher sie die Kraft nimmt, aber sie entwickelt sehr viel Kraft.

Gerade dieses Annehmen der Erkrankung und gleichzeitig dem Mut und der Kraft als selbst betroffene anderen Mut zu machen und zu helfen, kann ich nur bewundern und hat uns bewogen, Sie heute zu ehren.

Beim googlen Ihrer Person sah ich natürlich u.a. auch die Verleihung der Ehrennadel des DMSG – Bundesverbandes in Gold für Ihren jahrzehntelangen Einsatz in NRW durch Herrn Christian Wulff.
Herzlichen Glückwunsch für alle vorangegangenen Ehrungen.

So ist unser Preis nur ein kommunaler, aber aus unserer Sicht auch ein sehr wichtiger, denn wir Grünen ehren Ihr ehrenamtliches, bürgerschaftliches soziales Engagement hier in Kempen, hier vor Ort, wo Sie in vielen Bereichen engagiert  sind und hoffentlich für Ihre Belange noch viel erreichen können.

Liebe Frau Peeters, ich freue mich, im Namen der Grünen , Ihnen dieses Steckenpferd überreichen zu dürfen.
Steckenpferd ist schon eine zu milde Metapher für Ihren Einsatz, aber nehmen Sie es als ehrliche Anerkennung Ihrer Arbeit entgegen.

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