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Vorläufige Entwarnung!
erstellt von Monika Schütz-Madré
24.01.2012     Klicks:326     A+ | a-
WDR 5 berichtete am 11.1.2012 in der Sendung „Westblick“, dass der 2. Atomreaktor im im Niederländischen Borssele, in der Nähe der Ferienregion Zeeland (Renesse, Vlissingen, Middelburg etc) wahrscheinlich nicht gebaut wird.

Die aktuelle Gefahr geht jetzt, wie auch schon vorher von dem ca. über 40 Jahre alten Schrottreaktor Borssele I aus.

Der sollte bereits 2004 stillgelegt und zurückgebaut werden.
Kurz vorher verlängerte jedoch die damalige Regierung die Laufzeit bis 2034 !!!

Bei einem Gau des Schrottreaktors dauert es maximal 6 Stunden, bis uns die freigesetzte Radioaktivität aufgrund der vorherrschenden Windverhältnisse erreicht.

Der Bau von Borssele II ist  jedoch wahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen wohl in frage gestellt:

So will der in Zeeland /NL angesiedelte Energieversorger „Delta“ www.delta.nl anstatt der ursprünglichen 60 Millionen Euro nur 10 Millionen investieren.

Die Suche nach finanzstarken Partnern gestaltet sich äußerst schwierig.

Wegen der schlechten Vorbereitung musste Delta-Vorstandsboss Peter Boerma zum 31.12.2011 seinen Hut nehmen

Aufsichtsrat Daan van Doorn gibt zu:
„Dieses Projekt ist für „Delta“ eine Nummer zu groß.“

Es werden finanzstarke Partner gesucht.

Doch nach Fukushima und mitten in der Finanzkrise stößt das Projekt überall in Europa auf Zurückhaltung.

So hat sich der Französische Energieversorger „EDF“ www.france.edf.com ( 58 AKW's) bereits zurückgezogen.
Auch „RWE“, www.rwe.com , das mit 30 % an Borssele I beteiligt ist, zeigt wenig Interesse an den Ausbauplänen.

Und vom Staat wird es laut Wirtschaftsminister Verhagen auch keine Zuschüsse geben,

Erst kürzlich hat die überschaubare Anzahl der Atomkraftgegner in NL prominente Unterstützung aus der Wissenschaft bekommen.

In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich 69 Uni-Professoren gegen den Bau eines
2. Meilers.

Sprecher der Initiative ist der Energieexperte Jan Rotmans von der Erasmus Universität Rotterdam:
„Das Projekt ist unnötig, zu teuer und wirtschaftlich nicht rentabel.

Wir haben in den vergangenen Jahren in den Niederlanden viel investiert in Gasgewinnung, Kohlekraftwerke und Erneuerbare Energien, wenn auch viel zu wenig.

Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir in absehbarer Zeit einen enormen Überschuss an Energie produzieren.

Borssele II wird wohl nie realisiert werden.“

Deshalb ist es jetzt sinnvoll, gegen die Laufzeitverlängerung und die schnelle Stilllegung von Borssele I Unterschriften zu sammeln.

Denn von dem über 40 Jahre alten Schrottreaktor geht jetzt die eigentliche Gefahr aus.

Hinweis:
Der komplette Beitrag vom 11.1.2012 kann als podcast bei www.wdr.de/radio/home/podcasts/wdr5_podcast.phtml
nach gehört werden.

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