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Zur Sitzung des Rates am 26.06.2012
erstellt von Monika Schütz-Madré
27.06.2012     Klicks:351     A+ | a-
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
Sehr geehrte Damen und Herren,

B90/Die Grünen schließen sich dem Beschlussvorschlag der Verwaltung auf Einrichtung einer Klasse mit Gemeinsamen Unterricht an der Regenbogenschule an.
Wie schon häufiger in diversen Ausschüssen erkannt und auch benannt geht es bei Inklusion nicht mehr um ob, sondern um wie.
Selbstverständlich verstehen wir Grüne die Bedenken der Eltern der Regenbogenschule, dass bei immer größer werdenden Klassen und dann noch im Gemeinsamen Unterricht, eine gute pädagogische und fördernde Arbeit immer schwieriger wird.
Der Richtwert einer Grundschulklasse liegt bei 24 Kindern, wird aber in ca. 40 % der Grundschulen überschritten. Das es zulässig ist, Grundschulklassen mit 25 –30 Kindern zu bilden, heißt noch lange nicht, dass es pädagogisch sinnvoll ist.
Die Grundschulklassen sind seit vielen Jahren zu hoch für die quirligen Kinder von heute und müsste bei gleichzeitiger Veränderung der Lehr –und Lernform auf 20 Schülerinnen und Schüler reduziert werden fordern viele Schulwissenschaftler, besonders dann, wenn es um Gemeinsamen Unterricht geht.
Bereits in der vergangenen Legislaturperiode hat die Rot/Grüne Minderheitsregierung schon vor der Schaffung neuer gesetzlicher Regelungen den Gemeinsamen Unterricht forciert.
Inklusion ist die zentrale Herausforderung, vor der Schulen in NRW stehen und zu der wir Grüne uns bekennen.
Die Verwirklichung eines inklusiven Schulwesens setzt voraus, das sowohl das Land NRW, als auch die Kommunen, Kreise und Landschaftsverbände vertrauensvoll zusammen arbeiten.
Der Umbau hin zur Inklusion ist ein dynamischer Prozess der einige Jahre in Anspruch nehmen wird.
Wer die Schulausschusssitzungen der letzen Zeit zum Thema Inklusion verfolgt hat, kann sich nur immer wieder über die Aussagen der CDU wundern.
Seit Dezember 2010 steht die Zusicherung von Bildungsministerin Löhrmann, die Eckpunkte für einen Inklusionsplan im Sommer 2011 vorzulegen. Als zusätzliche Unterstützung der Inklusionsschritte wurden im LandesHH 2011 weitere Lehrerstellen bereit gestellt.
Hätten CDU und FDP dem Landeshaushalt 2011 zugestimmt und damit 2100 Lehrerstellen für die Schulen in NRW mit auf den Weg gebracht ( etwa ¼ davon waren für die Ausweitung und Unterstützung des integrativen Lernens vorgesehen) müssten heute nicht die Eltern der Regenbogenschule ihre Bedenken in Bezug auf Gemeinsamen Unterricht in zu großen Klassen haben.
Es verwundert mich schon sehr, dass die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag schreibt, dass der Rat der Stadt Kempen die Landesregierung auffordert, dafür zu sorgen, dass eine Senkung der Klassenstärken mit Gemeinsamen Unterricht an den Grundschulen und in integrativen Lerngruppen an den weiterführenden Schulen festgeschrieben wird.
Zu Zeiten der schwarz/gelben Landesregierung war es nicht üblich, dass die Verwaltung der Stadt Kempen dem Rat der Stadt Kempen einen Beschlussvorschlag vorlegte wo dieser die Landesregierung zu irgendwas auffordern sollte.
Auch da gab es Probleme in der Kommune, die eine Aufforderung an die damalige Landesregierung gerechtfertigt hätte, wie z.B. Änderung der Gemeindeordnung § 107 wirtschaftliche Betätigung der Kommunen und einiges mehr, --- was aber hier und heute nicht zur Debatte steht.
Darüber hinaus waren wir bisher der Auffassung, dass es Aufgabe der Verwaltung ist, die Kontinuität und Fachlichkeit der Ratsentscheidungen durch gute Vorbereitung zu gewährleisten und sich nicht parteipolitischer Meinungsbildung zu positionieren und somit Gefahr zu laufen, die Pfade der gebotenen Neutralität  - zumindest aus unserer Sicht – als ausführendes Organ zu verlassen.

Wir Kempener Grüne werden mit dem Schulministerium Kontakt halten, um für die Regenbogenschule und auch den anderen Schulen vor Ort das Machbare zu erreichen, bzw. zu erhalten.

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