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Steckenpferd 2013
erstellt von Alexa Bernards-Niermann
30.06.2013     Klicks:2930     A+ | a-
Bündnis 90/die Grünen verleihen in diesem Jahr das “Steckenpferd” dem Naturschutzbund Deutschland Ortsgruppe Kempen – vertreten durch Hans Palm.
Mit dem „Steckenpferd“ ehren die Kempener  Grünen herausragendes ehrenamtliches, bürgerschaftliches Engagement.

Seit 2004 haben wir bislang nur soziales Engagement geehrt. Asyl und Menschenrechte, Kinderschutzbund, die Kempener Tafel, Multikulturelles Forum, Multi Sklerose Selbsthilfegruppe, Amnesty International Ortsgruppe Kempen, Pro Paraguay Initiative, Arbol dé Esparanza und  Schüler bauen für Haiti mit Pfarrer Kühne im letzten Jahr.

Also stand es für die Grünen schon lange an, ein ökologisches Engagement zu ehren. So haben wir in diesem Jahr unseren Preis, das Steckenpferd, - mit 250 Euro dotiert,  der NABU –Gruppe Kempen und Hans Palm als Ortsleiter überreicht.

Dazu trafen wir uns am Sonntag 30.06. im Restaurant Ela.
In netter Runde, auch mit den ehemaligen Preisempfängern nahm Hans Palm das Steckenpferd entgegen.
Unsere „Steckenpferdbeauftragte“ Alexa Bernards-Niermann hielt die Laudatio. Sie erinnerte daran, dass Hans Palm sich seit über 30 Jahren für Natur und Umweltschutz stark einsetzt. Er ist Ansprechpartner für Fragen der Hausbegrünung und des Bienen, - Wespen -und Hornissenschutzes. Mit dem Eintritt in den NABU gestaltete Hans Palm seinen eigenen Garten um. TTRE raus – Natur rein. ( „Tannen, Thuja, Rhododendron, Englischer Rasen = TTRE“ ) 150qm wurden in einen naturnahen Garten mit heimischen Stauden, Sträuchern und Gräsern, einem Reisighaufen, Naturstein – Sitzplatz, unzähligen Nistkästen und einem Gartenteich umgestaltet. Hier fühlen sich Frösche und Kröten, Igel, Wespen und Ohrwürmer, ja sogar Teichmuscheln und Bitterlinge heimisch. Dazu kam ein begrüntes Dach.Diesen Garten haben inzwischen über 800 Personen besichtigt, teils mit absoluter Zustimmung, teils mit Ablehnung – da er ihnen nicht ordentlich genug war.

Viele Aktionen folgten, wie z. B. das Projekt „Arbeiten im Grünen – Mehr Natur im Industriegebiet“. Das gesamte Gelände einer Firma wurde nach Vorgabe des NABU naturnah bepflanzt und ein Teich angelegt. Die NABU Gruppe Kempen erhielt für das Projekt im Rahmen des Umweltpreises 1994 eine Anerkennung in Höhe von 250 DM.

Der Betrag wurde in ein funktionsfähiges Modell einer thermischen Solaranlage (Warmwassererzeugnis) investiert und allen Kempener Schulen für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Das Besondere daran: Die Umwälzpumpe wird mittels einer Photovoltaikanlage betrieben, so dass hier auch die Stromversorgung durch die Sonne anschaulich gezeigt werden kann. Das Modell wandert bis heute zwischen den Schulen hin und her und bietet didaktisches Material zum Naturschutz.

Der gesamte Bereich um das TZN ( Technologiezentrum Niederrhein) wurde naturnah bepflanzt. Im gesamten Frontbereich zum Industriering Ost wurde eine Wildwiese angelegt. Die Wildwiese gedieh prächtig und viele Kempener fotografierten sie während der wunderschönen Blüte.

Doch dann meldeten sich plötzlich einige Mieter des TZN und verlangten die Entfernung der Wildwiese. Grund: Die Wildwiese sähe in der Zeit nach der Blüte so „unordentlich“ aus, dass man dies den Besuchern nicht zumuten könne. Man verlangte einen gepflegten, sterilen Rasen. Dem Drängen verschiedener Mieter wurde trotz der Argumente des NABU nachgegeben und die Wildwiese entfernt.

1995 veranlasste die NABU-Gruppe Kempen ein Bürgerbegehren zusammen mit dem BUND (Bund für
Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) und dem VLN (Verein Linker Niederrhein).
Näheres darüber erfahren Sie im Naturspiegel-Artikel in Heft 2/96 "Verlierer ist die Natur" bei
www.nabu-kempen.de

„Projekt Haus Wiesengrund“ Auch hier wurde der Außenbereich unterstützt vom NABU naturnah gestaltet. Leider scheiterte dieses Projekt ebenfalls, nachdem die GWG Eigentümer wurde und das Außengelände in eine sterile Wüste umwandeln ließ.

Der Antrag an die Stadt Kempen begrünungswillige Bürgerinnen und Bürger bei der Begrünung ihrer Häuser zu unterstützen hingegen angenommen. Das Ergebnis sieht man an vielen Stellen in Kempen und die Stadt stellt weiterhin kostenlos Schutzgitter für die Pflanzen, besonders an belebten Straßen zur Verfügung.

Viele weitere Aktionen folgten, wie z. B.
>„Torfverbot auf Friedhöfen“ – ein kleiner Schritt zum Schutz der Moore.
> Aktion Torffreie Erde im Self und Praktiker Baumarkt.
> Teilnahme an zahlreichen Weihnachtsmärkten, Bauern- und Umweltmärkten
>  Bau eines Storchennestes in Grefrath – Mühlhausen
>  Installation von zwei privaten Photovoltaikanlagen
>  Gründung einer bis heute aktiven NABU/NAJU Kindergruppe
>  Änderung der städtischen Satzung Traditionsfeuer betreffen. ( Verbrennung von nassem Holz und Abfällen)
>  Planung eines Wanderfalkenkasten in der oberen Luke von St. Marien
>  Beratungen von Anrufern und Entgegennahme, sowie weitere
Bearbeitung von Umweltdeliktmeldungen. Z.B. seit Jahren für die Stadt Kempen Beratung und ggf. Umsiedlung von Wespen, wenn Bürger/Inen beim Ordnungsamt Wespennester melden.

Hans Palm ist aus dem Kempener Stadtbild nicht weg zu denken.
Selbstverständlich gab und gibt es zahlreiche Berührungspunkte in der politischen Arbeit, da die Schnittmenge NABU und GRÜNE in der Natur der Sache hoch ist. Herzlichen Dank Hans Palm und dem NABU Kempen für das unermüdliche Engagement zum Schutz unserer Natur und Umwelt.

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