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Stellungnahme von Bündnis 90/Die Grünen OV Kempen zum Zechenturm
erstellt von Monika Schütz-Madré
23.08.2014     Klicks:628     A+ | a-
Die Artikel in der RP und WZ vom 22.08.2014 zum Zechengerüst in Tönisberg  nehmen wir zum Anlass,  deutlich zu machen, wie wichtig und wertvoll  ein offener, ehrlicher und transparenter Umgang  mit Bürgerinnen und Bürger ist. Ein Beispiel, wie es nicht sein darf, ist das, wie seit 2013 mit der Bürgerinitiative „Rettet den Zechenturm“  und dem Förderverein Niederberg  e. V seitens des Baudezernates und seinem Dezernenten Herrn Kahl, aber auch seitens des Bürgermeisters  umgegangen wurde.

Das Anliegen des Vereins und der Bürgerinitiative,  den Zechenturm unter Denkmalschutz stellen zu lassen, war nicht nur verständlich, sondern auch legitim. Es geht um einen Teil der Geschichte des Bergbaus in  Kempen – Tönisberg. Es geht um Menschen, die dort viele Jahre gearbeitet haben.  Es geht  darum, für nachfolgende Generationen dieses Stück Geschichte zu erhalten. Es geht letztendlich auch um Respekt. Respekt war in der Sitzung  am 17.03.2014 des damaligen Bau – und Denkmalausschusses  nicht  zu bemerken. Der Politik wurde eine Verwaltungsvorlage vorgelegt, aus der deutlich hervor ging, dass es der Verwaltung nur darum ging, den Beschluss für den Abbruch des  Zechenturms zu bekommen.  Mit sachfremden Argumenten  wurde versucht, die Politik zu überzeugen, dass  ein Abriss „alternativlos“ sei.  Verwaltung ,  CDU, FDP, und FW argumentierten mit hohen  Kosten und Folgekosten , die weder  vorgelegt noch ermittelt wurden, noch mit der Frage zu tun hatten, den Zechenturm unter Denkmalschutz zu stellen oder nicht.

Selbst die Darstellung des LVR, vertreten durch Herrn Prof. Dr.  Buschmann, dass die Schachtanlage Niederberg  IV denkmalwürdig ist, wurde respektlos bei Seite gestellt. Der Vorschlag von uns Grüne, doch erst mal für eine gewisse Zeit, ( 5 Jahre) den Zechenturm  unter Denkmalschutz zu stellen, um dem Förderverein und der  BI die Chance zu geben, ein Nutzungskonzept für das Zechengelände zu erarbeiten und mögliche Investoren  zu finden, wurde abgelehnt. Der unsägliche Mehrheitsbeschluss hat dazu geführt, dass der Förderverein und die BI bei der oberen Denkmalbehörde, dem LVR und letztendlich dem Ministerium  aktiv wurde, was  dazu geführt hat, dass die Verwaltung aufgefordert wurde, das Unterschutzstellungsverfahren  zu wiederholen und einen Beschluss herbei zu führen, der ausschließlich denkmalrechtsrelevante Gesichtspunkte berücksichtigt.
 
Das Fachreferat des zuständigen  MBWSV ( Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr)  hat deutlich gemacht, dass aufgrund der Einstufung  des Objekts als prioritäres bergbauliches  Denkmal in NRW, zumindest aus Gründen der Bergbaugeschichte des Landes, von einer vorliegenden Denkmaleigenschaft ausgegangen wird.Ein großer Erfolg für den Verein „Rettet den Zechenturm“ und die Bürgerinitiative. Eine große Niederlage für Verwaltung und Teile der  Politik. Ein gutes  Beispiel dafür, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger  viel bewegen können,  um  alte eingefahrene Verwaltungsstrukturen  aufzuweichen. Die Grünen haben von Beginn an den Förderverein unterstützt und werden dies natürlich auch zukünftig machen,  weil es für uns wichtig ist, dem Denkmalschutz in Kempen seine Würde zurück  zu geben.

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