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Ob und wie kann das gemeinsame Lernen – Inklusion in Kempen gelingen?
erstellt von Monika Schütz-Madré
17.09.2014     Klicks:942     A+ | a-
Die Infoveranstaltung am Montag 15.09.2014  mit den Referenten Sigrid Beer schulpolitische Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen und  Prof. Dr. Christian Huber von der Uni Potsdam war von vielen Lehrerinnen und Lehrern, aber auch von vielen Eltern gut besucht.

Beide Referenten stellten sich den vielen Fragen der Anwesenden.
Sigrid Beer machte noch einmal deutlich, dass die Umsetzung der UN Behindertenkonvention eine gesamt gesellschaftliche Aufgabe ist.

Zitat: Inklusion ist kein Zustand sondern ein Prozess.

Die Inklusion in unseren Schulen umzusetzen erfordert einen Paradigmenwechsel, besonders im Kopf. Die Umsetzung ist kein Sonntagsspaziergang, sondern eine anspruchsvolle Bergwanderung. Das 9. Schulrechtsänderungsgesetz sieht vor, den Schulen grundsätzlich ein Budget, bezogen auf die Förderschwerpunkte Lernen, soziale emotionale Entwicklung und Sprache zur Verfügung zu stellen.

Inklusion gibt es nicht zum Nulltarif.

Die rot/grüne Landesregierung investiert damit in den nächsten Jahren über eine Milliarde Euro für einen gelingenden Inklusionsprozess. Ab jetzt, dem Schuljahr 2014/15 erhalten die Kommunen für diese Aufgabe einen pauschalisierten Ausgleich in Höhe von 25. Mio. Euro. Die Verteilung erfolgt auf der Grundlage der Schülerzahlen an allgemeinen Schulen. Um den Befürchtungen der Kommunen Rechnung zu tragen, die Mittel könnten nicht ausreichen, wird in den Jahren 2015 -2017 eine jährliche Überprüfung der kommunalen Aufwendungen stattfinden.

Unterstützend  und präventiv dabei ist das „response–to-intervention-Modell“, ( RTI ) welches schon an einigen Schulen in Kempen seit Beginn des Schuljahres 2014 angewandt wird. Prof. Dr. Huber der dieses Modell mit entwickelt hat, erklärte dass RTI ein organisatorisches, proaktives Konzept zur frühen Identifikation, Prävention und Intervention ist und auf verschiedene Lerninhalte angewendet werden kann. Bereits bei leichten Lernrückständen oder auffälligem Verhalten werden Schülerinnen und Schüler in drei Förderstufen mit zunehmender Intensität und Individualisierung gefördert. Die Fördererfolge werden fortlaufend überprüft, um die Interventionen bei Bedarf anzupassen.

Gegenwärtig ist die sonderpädagogische Förderung über weite Strecken auf eskalierende Lernverläufe ausgerichtet. Durch die zunehmende inklusive Beschulung von Schülerinnen und Schülermit Beeinträchtigungen im Lernen und Verhalten gerät diese Paradigma an seine Grenzen. Durch RTI können frühzeitig Bedarfe festgestellt werden und Förderung erfolgen. In diesem Kontext bietet RTI eine gute Möglichkeit, den inklusiven Systemwechsel durch ein neues Paradigma in der Sonderpädagogik voran zu bringen.

Leitgedanke des RTI: Kinder wirksam fördern, statt zu etikettieren!

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