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Bündnis 90 - Die Grünen Ortverband Kempen - aktuelle Lokalpolitik aus Kempen, Kreis Viersen und NRW Nordrhein Westfalen
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Kempen hat ein neues Denkmal
erstellt von Monika Schütz-Madré
20.02.2015     Klicks:788     A+ | a-
Der Stadtentwicklungsminister Michael Groschek hat entschieden, das die Schachtanlage Niederberg 4 in Tönisberg ( Kempen) als Baudenkmal einzutragen ist. Die Stadtverwaltung, sowie CDU/FDP/ FW und die RAG als Eigentümer hätten es gerne gesehen, wenn schon im letzten Jahr die Abrissbirne auf dem Zechengelände in Tönisberg zum Einsatz gekommen wäre.

Dagegen kam es zum Bürgerprotest und die Bürgerinitiative „Rettet den Zechenturm“ mit Peter Kunz an der Spitze gründete sich. Ihm und seinen Mitstreitern ist es zu verdanken, dass das Tönisberger Wahrzeichen, der Zechenturm erhalten bleibt.

Die Grünen haben gerne die Initiative unterstützt und gratulieren zu dem Erfolg.
Dem Denkmalschutz wurde die Würde zurück gegeben und der Verwaltung (Dezernat D) dem Bürgermeister, den genannten Parteien und der RAG aufgezeigt, dass sie nicht nach „Gutsherrenart“ Entscheidungen erzwingen können, die rechtlich sehr fragwürdig waren. Das Verhalten der Verwaltung und Teile der Politik in den vergangenen Monaten gegenüber den Bürger*innen und der Initiative in dieser Sache haben wir Grüne stark kritisiert, weil genau das zu Vertrauensverlust und Politikverdrossenheit führt. Da wo Transparenz, Offenheit und vor allem Ehrlichkeit angesagt gewesen wäre, hat das Dezernat D, aber auch der Bürgermeister versagt.

Darum freuen wir uns mit Peter Kunz und der Initiative über das schwer erarbeitete Ergebnis. Hier zeigt sich, was Bürger*innen bewirken können, die den Mut haben, sich einem ungerechten und unfairen Verwaltungsverhalten entgegen zu stellen.

Ausschnitt des Ministerentscheides:
Düsseldorf – Nach gründlicher Überprüfung hat Stadtentwicklungsminister Michael Groschek nun entschieden, die Schachtanlage Niederberg in Kempen als Baudenkmal eintragen zu lassen. Zum neuen Denkmal-Ensemble zählen demnach das Fördergerüst, das Fördermaschinenhaus und die Schachthalle. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hatte das nordrhein-westfälische Stadtentwicklungsministerium als Oberste Denkmalbehörde im Herbst darum gebeten, nach einer langen Auseinandersetzung zwischen der Stadt Kempen, dem Kreis Viersen, der Ruhrkohle AG und dem LVR eine endgültige Entscheidung über den Denkmalwert zu treffen.

Zur Begründung sagte Groschek: „Die rechtlichen Vorgaben des Denkmalschutzgesetzes sind klar und eindeutig. Nachdem wir alle Beteiligten angehört und das Gelände besichtigt haben, konnte es nur die Entscheidung geben, die Schachtanlage unter Denkmalschutz stellen zu lassen. Schacht 4 der Zeche Niederberg hat in vielfacher Hinsicht eine herausragende Bedeutung: Sie ist bedeutend für die regionale Geschichte und für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsprozesse. Für die Erhaltung und Nutzung der Schachtanlage in Kempen liegen letztlich sowohl städtebauliche als auch wissenschaftliche Gründe vor.“

Die Stadt Kempen wurde inzwischen angewiesen, die entsprechenden Gebäude und Anlagen in ihre Denkmalliste einzutragen. Über den weiteren Umgang mit dem Baudenkmal wird in einem denkmalrechtlichen Verfahren entschieden. Denkbar ist der komplette Erhalt oder Teilerhalt der Schachtanlage, unter Berücksichtigung der strengen denkmalschutzrechtlichen Vorgaben ist aber auch ein Abriss nicht ausgeschlossen. Die Beteiligten haben nun die Aufgabe, ergebnisoffen weitere Nutzungs- und Erhaltungsperspektiven für das Baudenkmal zu entwickeln.

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