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Besuch der Schulministerin Sylvia Löhrmann in Kempen
erstellt von Monika Schütz-Madré
10.12.2015     Klicks:1066     A+ | a-
Am 10.12.2015 stand in der Gesamtschule Kempen ein besonderes Ereignis an. Die NRW Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) kam auf Initiative des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen Kempen zu Besuch.

Es sollte ein reiner „Arbeitsbesuch" sein, um der Ministerin auf der einen Seite den gelungenen Aufbau der neuen Gesamtschule  (für die die Grünen viele Jahre  gestritten haben) zu präsentieren und auf der anderen Seite deutlich zu machen, wie die Kempener Schulsituation, nicht nur in der sechszügigen Gesamtschule, vor Ort ist. Klassen, die bis zur Obergrenze ausgeschöpft sind, InklusionsschülerInnen denen man kaum in 30iger Klassen gerecht werden kann, zusätzlich die Aufnahme von Flüchtlingskindern. Das alles ist der Ministerin sehr wohl bekannt, denn auch in anderen Kommunen sieht es ähnlich aus.

Bevor es aber zu intensiven Gesprächen kam, wurde Frau Ministerin Löhrmann vom Gesamtschulleiter  Herr Hötter freundlich begrüßt. Schülerinnen und Schüler hatten mit ihren Lehrerinnen und Lehrer einige tolle kurze Aufführungen aus ihrem Schulalltag vorbereitet. Danach ging Herr Hötter mit Ministerin Löhrmann und Herrn Otto von der Bezirksregierung in zwei Klassen, um ihnen einen Einblick in den Schulalltag zu geben.

Anschließend hatte das Kollegium mit LehrerInnen der Realschule und der Gesamtschule, sowie der Elternvertretung die Möglichkeit, Fragen an die Ministerin zu stellen und zu diskutieren. Ein wichtiger Diskussionspunkt war u. a. auch, wie mit „Rückläufern" aus den Gymnasien oder mit zugezogenen SchülerInnen umgegangen werden soll, da die Haupt- und Realschule doch auslaufen. Dafür konnte die Ministerin aber keine Patentlösung anbieten. Mit Verweis auf Rahmenbedingungen nach der die Bezirksregierung ihre Schulentwicklungsplanung mache, kann es durchaus passieren, dass es bis zum Ende des Auslaufens von Haupt- und Realschule zwei, drei Jahre eng werden kann. Das berechtigt die Bezirksregierung derzeit aber nicht dazu, dauerhaft eine weitere Zügigkeit in Kempen einzurichten.

Es wurden viele Neueinstellungen von LehrerInnen umgesetzt und es sind noch viele Neueinstellungen geplant, trotzdem muss die Landesregierung auch die finanziellen Ressourcen im Blick behalten. Nicht jeder Wunsch einer Kommune, einer Schule oder der Eltern kann befriedigt werden, so Herr Otto von der Bezirksregierung. Ein wenig Hoffnung auf etwas Entspannung sei aber durch die „Möglichkeit der Mehrklassenbildung", die teilweise in NRW schon umgesetzt wird, wenn es wegen der Beschulung von Flüchtlingskindern zu Engpässen kommt, gegeben. Ob das auch eine Option für Kempen sein könnte, müssen der Träger der Gesamtschule und die Schulaufsicht der Bezirksregierung miteinander abstimmen. Die Politik war außer dem Vorsitzenden des Schulausschusses und seiner Stellvertreterin nicht dazu eingeladen, weil dem Kollegium der Schule die begrenzte Zeit von zwei Stunden geboten werden sollte, sich mit der Ministerin über ihre Sorgen, Probleme und Anliegen austauschen zu können.

Auch wenn die Ministerin keine Patentlösung aus Düsseldorf mitbringen konnte, war ihr Besuch doch eine Wertschätzung der Leistung von Lehrerinnen und Lehrer, gerade auch beim Aufbau einer neuen Schule. Das Thema Schule mit all seinen Facetten wird auch in der Politik nach wie vor einen großen Raum einnehmen, bei dem alle Fraktionen gefordert sind. Wir Grüne werden uns weiterhin dafür stark machen, alle gegebenen Möglichkeiten für ein gutes Gelingen der Gesamtschule, aber auch für eine gute Abwicklung der Haupt- und Realschule zu nutzen. Das Thema „Mehrklassenbildung" werden wir mit dem Schulträger, den Schulleitungen, der Bezirksregierung und dem Ministerium weiter bearbeiten.

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