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Bündnis 90 - Die Grünen Ortverband Kempen - aktuelle Lokalpolitik aus Kempen, Kreis Viersen und NRW Nordrhein Westfalen
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ORTSVERBAND KEMPEN            
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Keine vertraglich verpflichtende Verknüpfung von Grundstückskäufen und Fernwärmeanschluss
erstellt von Joachim Straeten - Fraktionsvorsitzender
30.01.2012     Klicks:458     A+ | a-
Sehr geehrter Herr Rübo,

wir bitten Sie, den nachstehenden Antrag auf die Tagesordnung des Ausschuß für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung am 14.02.2012 zu setzen.

Antrag:
Sofern dies vorgesehen sein sollte, wird die Verwaltung aufgefordert, die Verkäufe von städtischen Grundstücken im Neubaugebiet an der Kreuzkapelle nicht mit dem verpflichtenden Anschluss an das Fernwärmenetz zu verknüpfen.

Begründung:
Die vorgesehene Wärmeversorgung im Neubaugebiet an der Kreuzkapelle auf Basis Fernwärme ist sicherlich grundsätzlich vom Wärmeangebot her eine ökologische und nachhaltige Form der Wärmeversorgung. Sie hat jedoch zu allererst ihren sinnvollen Einsatz für den Wohnungsbau im Bestand, bei dem auch eine größere Wärmemenge zur Beheizung der Häuser immer noch erforderlich ist.

Die Bauwilligen im geplanten Neubaugebiet sind jedoch auf Grund der gesetzlichen Anforderung aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtet, ihre Häuser bereits sehr gut gegen Wärmeverlust zu isolieren. Nicht wenige von ihnen werden sogar darüber hinaus gehen und den von der KfW definierten und geförderten Effizienzhaus 55 oder 40 Standard anstreben. Dies ist aus Sicht eines aktiven Klimaschutzes in Kempen auch zu begrüßen. Solche Häuser haben einen so geringen Wärmebedarf, dass die verbleibende erforderliche Wärmemenge einfach über Wärmepumpe (Erdwärme oder Luftwärme) oder eine Wärmeversorgung über Solarkollektor und eine kleine Holzfeuerung dar zustellen ist. Ein teurer Fernwärmeanschluss von mehreren Tausend € ist hier nicht wirtschaftlich zu vertreten. Zudem wird dadurch der oben beschriebene Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv behindert. Schließlich werden die Bauwilligen zu einer Wärmeversorgung gezwungen, die sie nicht ausgewählt haben.

Bereits in der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz wurde dies bestätigt durch die Äußerung, dass zu erwarten ist, dass sich (freiwillig) noch nicht einmal 50 % der Bauwilligen an eine leitungsgebundene Wärmeversorgung anschließen werden.

Wir bitten daher den Bauwilligen zumindest die Wahl zu lassen, ob sie sich für eine autarke Wärmeversorgung durch Erneuerbare Energien oder für eine Nutzung der Fernwärme entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag für Bündnis90/Die Grünen

Joachim Straeten - Stadtverordneter
Dr. Michael Rumphorst - Stadtverordneter

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