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Steckenpferd 2011 für Engagement für Kinder
erstellt von Westdeutsche Zeitung
07.02.2011     Klicks:575     A+ | a-
Stadt Kempen (RPO). Nicht wie sonst im März, sondern schon am Sonntag wurde der Wanderpreis der Grünen, das Steckenpferd verliehen.

Grund für die Vorverlegung der Preisverleihung sei, dass Angela Aretz, die in diesem Jahr den Preis für ihr 20-jähriges Engagement für Kinder im ecuadorianischen Quito erhielt, im Moment gerade in Kempen sei, erklärte Dr. Michael Rumphorst. Das nostalgische Steckenpferd wird jedes Jahr wie eine Staffel weitergegeben an Menschen, die sich ehrenamtliches Engagement zu ihrem "Steckenpferd" gemacht haben. Verbunden ist es mit einem Preisgeld von 250 Euro für den guten Zweck.

"Arbol de la Esperanza" gegründet

Geld, das in Quito sehr gebraucht wird. Denn im Laufe der letzten 20 Jahre, die Angela Aretz dort arbeitet, hat sich die Organisation "Arbol de la Esperanza" dank vieler Unterstützung aus Deutschland, vor allem aus Kempen immer weiter entwickelt. Als Angela Aretz vor 20 Jahren nach dem Abitur nach Quito kam, sei das eigentlich mehr zufällig gewesen, so Alexa Bernards-Niermann in ihrer Laudatio. Eigentlich hatte sie nur eine Freundin besuchen wollen. Dann hat sie Menschen kennengelernt, die sich um Straßenkinder kümmerten.

Inzwischen leben in drei Häusern und einer Wohngemeinschaft Jungen ab sieben Jahren. Sie erhalten eine vernünftige Schulausbildung, drei von ihnen haben sogar schon das Abitur geschafft. Weiterer Bestandteil ist ein großer Nutzgarten zur Selbstversorgung und eine Schreinerwerkstatt. Die Organisation, so berichtet Bernards-Niermann, ruhe einmal auf dem in Kempen 1991 gegründeten Verein wie auch dem Partnerverein, der 1998 in Ecuador gegründet wurde. Dort gibt es fünf Mitarbeiter, die teils hauptberuflich engagiert sind. Seit 2009 leitet Aretz die komplette Einrichtung. Neben der Arbeit in Ecuador ist es ihr ein wichtiges Anliegen, darüber in Schulen, Gemeinden oder bei Jugendeinrichtungen in Deutschland zu berichten. Unterstützt wird sie in Kempen von ihrer Familie und Freunden, vor allem ihren Eltern Inge und Kurt Aretz. Sichtlich gerührt nahm Angela Aretz den Preis entgegen.

Chance für die Kinder

"Steckenpferd ist der richtige Begriff" für ihre Arbeit, meinte sie. Auch wenn das "nicht immer mit freien Gefühlen" geschehe. Schließlich trage sie eine große Verantwortung. Aber sie wollte nicht nur selbst als Person gelobt werden: "Ich war einfach immer nur dabei", sagte sie. Viele Menschen in Quito und Kempen seien daran beteiligt gewesen. Längst möchte sie auch nicht mehr das Wort "Straßenkinder" in Zusammenhang mit dem Projekt sehen. "Es sind einfach Kinder die aus schwierigen Situationen kommen und Hilfe suchen." Und: "Sie sollen die Chance bekommen, die sie auch verdienen."

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