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Reformen in der Schulstadt?
erstellt von Westdeutsche Zeitung
16.03.2012     Klicks:681     A+ | a-
Kempen. Die Schullandschaft in Nordrhein-Westfalen ist in Bewegung. In den Nachbarkommunen tut sich bereits einiges. Daher will sich nun auch Kempen den neuen Möglichkeiten widmen.

Einstimmig einigten sich die Fraktionen darauf, dass man in Sondersitzungen des Schulausschusses den Schulentwicklungsplan aktualisieren und sich in diesem Zuge über die Möglichkeiten zur Bildung neuer Schulformen informieren möchte.

Dabei soll zum Beispiel die Möglichkeit einer Sekundarschule (gemeinsamer Real- und Hauptschul-Unterricht) geprüft werden. Bei aller Einstimmigkeit wurde um die Details dieses Prozesses im Schulausschuss am Donnerstag hart gerungen.

Monika Schütz-Madré (Grüne) freute sich, dass die CDU endlich über dieses Thema diskutieren wolle. Allerdings müsse man neben der Sekundarschule auch die Möglichkeit Gesamtschule prüfen, um zu sehen, was für Kempen sinnvoll ist.
 
„Wir wollen erst die Fachleute hören.“
Heike Höltken (CDU)

Wilfried Bogedain (CDU) betonte, dass die Anmeldezahlen kein Grund zur Panik seien. Man wolle nichts überstürzen, sondern sorgfältig prüfen. SPD und Grüne drängen dagegen auf schnelles Handeln. In der nächsten Ratssitzung soll nun der erste Termin für eine Sondersitzung festgelegt werden.

Gymnasien
Während es bisher am Luise-von-Duesberg-Gymnasium rund 120 Anmeldungen gibt, sind es am Thomaeum 66. Daher sollen am LvD vier und am Thomaeum drei Eingangsklassen gebildet werden. In der Sekundarstufe II, also zur Oberstufe, sind es am LvD 23, am Thomaeum drei Anmeldungen.
Realschule
121 Anmeldungen gibt es an der Erich Kästner Realschule, vier davon mit besonderem Förderbedarf. Das sind 52 Anmeldungen weniger als im Vorjahr. Schulleiter Uwe Hötter führt das auf die gesunkene Zahl von Realschulempfehlungen für die Grundschulkinder zurück. An der Realschule werden fünf Eingangsklassen gebildet.
Hauptschule
An der Martinschule haben sich bisher 35 Kinder angemeldet. Es sind allerdings noch Nachmeldungen möglich, sodass zwei Klassen gebildet werden könnten.
Auswärts
53 Kempener Kinder gehen an auswärtige Schulen, 21 davon zur Gesamtschule Hüls und 14 zur Liebfrauenschule Mülhausen, die Ganztagsunterricht anbietet.


In die Meinungsfindung soll auch der Wille der Kempener Eltern einbezogen werden. Allerdings wurde mit den Stimmen von CDU und FDP der SPD-Antrag abgelehnt, dass man kurzfristig eine Elternbefragung durchführen wolle. „Der Elternwille sollte nicht erst zum Schluss kommen.

Es ist sinnvoll, wenn alle Beteiligten mitreden können“, plädierte Mathias Herwix von der Stadtschülervertretung. „Wir wollen erst die Fachleute hören“, entgegnete Heike Höltken (CDU).

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