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Inklusion trotz fehlender Sonderpädagogen
erstellt von Rheinische Post - Gert Udtke
28.06.2012     Klicks:961     A+ | a-
VON GERT UDTKE
Kempen (RP). Die Regenbogenschule in Kempen kann eine Klasse mit gemeinsamem Unterricht von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf zum Schuljahr 2012/13 einrichten.

Der Stadtrat hat gestern Abend einstimmig einen entsprechenden Antrag der Lehrerkonferenz gebilligt und als Schulträger 500 bis 1000 Euro für Lernmittel bereit gestellt. Er sagte Ja trotz "Bauchschmerzen": Denn es fehlen zum einen Förderschullehrer und Sonderpädagogen für die fachgerechte Betreuung der gehandicapten Schüler im gemeinsamen Unterricht, zum anderen sind die jetzigen Grundschulklassen für dieses Miteinander einfach zu groß.

Solche Mängel, für deren Behebung das Land zuständig ist, haben die Eltern der Regenbogenschule auf den Plan gerufen. Sie fordern in einem Brief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, "ihren Worten Taten folgen zu lassen" mit dem Ziel, den dreizügigen auf einen durchgängig vierzügigen Schulbetrieb mit Klassengrößen von 20 bis 25 statt heute 28 bis zu 33 Schülern umzustellen. Der Rat schloss sich in seinem Beschluss an: Darin nennt er eine Senkung der Klassenstärken auf 23 Kinder bei Gemeinsamem Unterricht oder mit Integrativen Lerngruppen "längst überfällig."

Die CDU unterstützte den gemeinsamen Unterricht, forderte aber wie die Eltern vom Land, verlässlich und dauerhaft die Voraussetzungen dafür zu schaffen. "Integration geht nicht zum Nulltarif", sagte Wilfried Bogedain. Und sein Fraktionskollege Josef Lamozik sah statt hochgelobter Inklusion nach wie vor Konfusion: "Uns fehlen die ausgebildeten Pädagogen."

Die Grüne Monika Schütz-Madré hielt die Inklusion, also das Miteinander von förder- und nicht förderbedürftigen Kindern, für "die zentrale Herausforderung im Land". Der Umbau sei ein dynamischer Prozess. Heinz Wiegers (SPD) belegte mit Zahlen, welch' großer Förderbedarf auf Kindergärten und Schulen zukommt. Viel mehr Sonderpädagogen seien notwendig, und die Räume an den Schulen würden in den nächsten Jahren wegen der verringerten Klassengrößen nicht mehr reichen. Die Stellen seien ja da, verteidigte Philipp Wachowiak (FWK) das Land, nur eben die Menschen dafür nicht.

Bürgermeister Volker Rübo erinnerte das Land an seine Pflicht und Verantwortung, genug Schulräume und Lehrpersonal zu finanzieren: "Die Kommunen sind ausgereizt."

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