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Schultoiletten: Die Eltern sind empört
erstellt von Westdeutsche Zeitung - Tobias Klingen/Foto: Kurt Lübke
04.12.2013     Klicks:1028     A+ | a-
Die Argumente des Bauamtes stoßen auf eine Menge Unverständnis.
Kempen. Die aus Sicht von Politikern maroden Toiletten in der Katholischen Grundschule Wiesenstraße bleiben weiter in der Diskussion. Die Aussagen des Hochbauamtsleiters, Christian von Oppenkowski, im Bauausschuss haben viele Eltern erzürnt. „Mein Telefon stand nicht mehr still.

Die Eltern sind empört“, sagte Sonntag Gudrun de la Motte, stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft. „Es ist nicht zu vertreten, dass jetzt die Kinder verantwortlich gemacht werden. An Unverschämtheit grenzt die Aussage, ein Mangel an Erziehung sei für das Fehlverhalten der Kinder verantwortlich.“

Von Oppenkowski hatte erklärt, dass die Anlagen „technisch auf dem neuesten Stand und umweltfreundlich“ sind. Ein Geruchsproblem entstehe aufgrund des Verhaltens der Schüler. Zum Beweis präsentierte der Amtsleiter Fotos von Urinflecken auf dem Boden der Toilettenräume. „Wir können die Kinder nicht erziehen“, so von Oppenkowski.
 
Schulpflegschaft: Großteil der Kinder nutzt die Toiletten nicht

„Fakt ist, dass ein Großteil der Kinder die Toiletten aufgrund ihres Zustands überhaupt nicht nutzt“, meint de la Motte. „Und Fakt ist, dass Toiletten einer Schule nach mehreren Jahrzehnten zwingend einer Sanierung bedürfen.“

Auch die Grünen übten Sonntag massive Kritik an den Aussagen aus dem Bauamt. „Das hat uns sehr gewundert und verärgert“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Grünen bezeichnen die Aussagen des Amtsleiters als „Zynismus“. „Die Geruchsbelästigung auf der Jungentoilette, bedingt durch die über 50 Jahre alten Urinrinnen und genauso alten Leitungen, ist nicht zumutbar.“
 
Grüne: Thema muss in die Haushaltsberatungen 2014

Die Fraktion ist der Meinung, dass die Toilettensituation in allen Schulen Thema der Haushaltsberatungen 2014 sein muss. Schließlich habe Schuldezernent Michael Klee im Schulausschuss erklärt, dass es einen „Sanierungsstau“ gebe, der „nicht in zwei bis drei Jahren aufzulösen ist“. Große Sanierungen seien in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen, weil das Baumamt mit anderen Projekten ausgelastet gewesen sei: zum Beispiel die Mensa der Hauptschule, die Cafeteria der Realschule und der Ausbau der Kindertagesstätten.

Diese „Überlastung des Bauamtes“ wollen die Grünen nicht mehr als Argument hinnehmen: Die Fraktion fordert einen Auftrag an eine externe Firma zu vergeben.

Foto: Westdeutsche Zeitung

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