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Peterstraße: Druck auf Stephan Kahl wächst
erstellt von Westdeutsche Zeitung - Tobias Klingen/Foto: Kurt Lübke
20.05.2014     Klicks:880     A+ | a-

Der Landschaftsverband legt andere Daten als der Beigeordnete vor.
Kempen. In der Debatte um das denkmalgeschützte Haus an der Peterstraße 20 wächst der Druck auf den Technischen Beigeordneten Stephan Kahl (Foto). Konkret geht es um den Zeitpunkt, an dem die Stadt vom Amt für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) darüber informiert wurde, dass die Kölner Behörde für den Erhalt des Hauses ist.

Kahl hatte in der vergangenen Woche gegenüber der WZ erklärt, dass die Verwaltung am 16. März 2014 eine E-Mail mit einer LVR-Stellungnahme erhalten hat – ein Tag bevor die Streichung des Hauses aus der Denkmalliste Thema im Fachausschuss war. Deshalb sei eine Einarbeitung der LVR-Meinung in die Ausschussvorlage nicht mehr möglich gewesen. Kahl habe lediglich mündlich über die Post aus Köln informiert.

Der Landschaftsverband hingegen bestätigte am Montag der WZ, dass es bereits am 27. Mai 2013 eine schriftliche Stellungnahme gegeben hat. Dies wurde der Presse auch von der Initiative „Denk mal an Kempen“ mitgeteilt. „Ich kann die Daten, die die Initiative mitgeteilt hat, bestätigen“, so eine Sprecherin.

Laut LVR gab es am 7. Mai 2013 einen Ortstermin an der Peterstraße 20. Schon damals sei der Stadt die ablehnende Haltung zur geplanten Löschung aus der Denkmalliste mitgeteilt worden. Schriftlich sei die Ablehnung am 27. Mai per Post nach Kempen geschickt worden – auf Anfrage der Stadt vom 19. März 2013.

Ein knappes Jahr später, am 6. März 2014, sei dann eine erneute schriftliche Stellungnahme des LVR gefolgt. Dr. Marco Kieser, einer der Denkmalexperten, habe der Stadt per E-Mail seine „klare ablehnende Haltung“ gegenüber einem Rückbau und einer Neubebauung an dieser Stelle durch die Firma Ralf Schmitz mitgeteilt.

„Man muss die Ausführungen des Beigeordneten als Täuschungsversuch des Ausschusses ansehen.“

Mitteilung von SPD und Grünen

Wenige Tage vor der Kommunalwahl erhöhte die Politik am Montag den Druck auf Bürgermeister Volker Rübo (CDU) und Stephan Kahl. „Man muss die Ausführungen des Beigeordneten als Täuschungsversuch des Ausschusses ansehen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von SPD und Grünen.

Zudem hat Kahl nach Ansicht der Parteien nie über den Inhalt der LVR-Stellungnahme gesprochen. Er habe in der Sitzung des Ausschusses nur erwähnt, dass die Denkmalbehörde des LVR am Verfahren beteiligt werden soll. „Wenn der Beigeordnete in den Zeitungen behauptet, der Ausschuss sei informiert worden, entspricht das nicht der Wahrheit“, heißt es in der Mitteilung der Parteien. „Wir fordern den Bürgermeister auf, öffentlich zu erklären, ob er von dem Sachverhalt Kenntnis hatte, und diese Arbeitsweise des Dezernenten gut geheißen hat. Wir erwarten vom Bürgermeister, dass er für das Verhalten seines Dezernenten die Verantwortung übernimmt.“

Aus dem Rathaus gab es am Montag nur eine kurze Stellungnahme zum Thema. Auf Anfrage hieß es, dass Stephan Kahl seinen Aussagen in der WZ nichts hinzuzufügen hat. Die Stadt sucht jetzt mit dem LVR das Gespräch. „Das Verfahren ist nach jetzigem Stand noch nicht beendet und in diesem Zusammenhang wurde die Landeskonservatorin Dr. Puffke zu einem Gespräch vor Ort eingeladen“, teilte Pressesprecher Christoph Dellmans mit.

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