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Zeche: Denkmalverfahren muss neu aufgerollt werden
erstellt von Rheinische Post - ANDREAS REINERS
22.08.2014     Klicks:810     A+ | a-
Stadt Kempen. Die Stadt Kempen muss die Unterschutzstellung des ehemaligen Förderturms erneut vom Fachausschuss entscheiden lassen.

Ziemlich überrascht worden sind Kempens Bürgermeister Volker Rübo, der Technische Beigeordnete Stephan Kahl sowie Denkmalreferent Karl-Josef Schaaff von den Aussagen der zuständigen Experten des NRW-Bauministeriums zum Denkmalwert des Förderturmes und zweier Nebengebäude auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage in Tönisberg. Bei einem Gespräch, das am Mittwochnachmittag mit Vertretern der Stadt Kempen, des Kreises Viersen und des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege im NRW-Bauministerium in Düsseldorf stattgefunden hat, machten die Fachleute der obersten Denkmalbehörde des Landes - sie ist bei dem Ministerium angesiedelt - deutlich, dass die Zechengebäude als besonders bedeutsam für die Bergbaugeschichte des Landes angesehen und in einer internen Liste als "prioritäres bergbauliche Denkmal" geführt werden.

Das Verzeichnis listet denkmalwerte Bergbaugebäude auf. Sie stammt aus dem Jahre 2006 und wurde erst in diesem Jahr aktualisiert. "Von einer solchen Liste war uns bislang nichts bekannt", erklärte Bürgermeister Rübo gestern Nachmittag im Pressegespräch. Diese Einstufung war für das Ministerium aber Anlass, darauf hinzuweisen, dass das Verfahren für die Unterschutzstellung neu aufgerollt werden muss. Entgegen früherer Aussagen des Kreissprechers hat die Obere Denkmalbehörde beim Kreis Viersen die Stadt Kempen schon vor Wochen aufgefordert, einen erneuten Beschluss des zuständigen Denkmalausschusses herbeizuführen, der ausschließlich denkmalrechtliche Gesichtspunkte berücksichtigt.

Die Denkmalexperten des Ministeriums sahen sich jetzt bei dem Gespräch in der Rolle der Moderatoren. Bei dem Treffen seien die unterschiedlichen Auffassungen zum Denkmalwert und zum Verfahrensverlauf erläutert worden, so der stellvertretende Sprecher des Bauministeriums, Maik Grimmeck, gestern auf RP-Anfrage. Zu den möglichen Perspektiven der Anlage könne aber aufgrund der beim Land anhängigen Petition - der Tönisberger Zechenförderverein hatte den Petitionsausschuss des Landtages angerufen - derzeit nichts gesagt werden, so Grimmeck. Das Bauministerium will nun Kontakt zur RAG aufnehmen, um Möglichkeiten zu erörtern, den bereits von der Stadt Kempen genehmigten Abriss der Zechengebäude bis zum Abschluss des Verfahrens zurückzustellen.

Peter Kunz, Sprecher der Tönisberger Bürgerinitiative, zeigte sich gestern gegenüber der RP sehr glücklich über das Gesprächsergebnis. Nun wird sich der neue Denkmalausschuss des Kempener Stadtrates am 15. September mit der Unterschutzstellung der Gebäude auf dem Wartsberg befassen. Die Stadt Kempen wird jetzt auf der Grundlage des Gesprächs im Bauministerium eine neue Beratungsvorlage für diese Sitzung vorbereiten.                                   

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