„Die Sorge um unsere Innenstadt ist längst sichtbar – jetzt müssen wir handeln“

Belebte Straßenszene beim Aktionstag der Grünen in Kempen bei sonnigem Wetter. Im Vordergrund stehen mehrere Bürger*innen und unterhalten sich, auf der rechten Seite stehen leere Tische und Flechtstühle einer Außengastronomie. Im mittleren Bereich sind ein mobiler Eisstand unter einem großen Sonnenschirm, grüne Liegestühle und weitere Gäst*innen zu sehen. Die Straße wird von historischen Häuserzeilen gesäumt.

Pressemitteilung vom 10.09.2026: Die GRÜNEN Kempen begrüßen die aktuelle Diskussion über neue Wege im Stadtmarketing und die mögliche Gründung einer Marketing-Gesellschaft. Für die Fraktion ist sie zugleich Anlass, Wirtschaftsförderung, Innenstadtentwicklung und Stadtmarketing stärker zusammenzudenken.

„Ich freue mich ausdrücklich darüber, dass innovative Ideen für Kempen diskutiert werden“, erklärt Ute Straeten, Stadtverordnete der GRÜNEN und Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Touristik. „Aber eine neue Gesellschaft allein ist noch keine Strategie. Entscheidend ist, dass wir jetzt gemeinsam klären, was wir erreichen wollen und welche Strukturen wir dafür brauchen.“

Für die GRÜNEN beginnt diese Diskussion nicht erst mit der Idee einer Marketing-Gesellschaft. Die Veränderungen in der Kempener Innenstadt sind inzwischen deutlich sichtbar. Leerstände fallen auf und die Sorge, dass sich die Situation weiter verschärft, wird in der Politik ebenso geäußert wie beim Werbering und in der Bürgerschaft.

„Wir sollten nicht warten, bis aus einzelnen Leerständen dauerhaft leere Straßenzüge werden“, so Straeten. „Kempen hat eine starke Innenstadt und hervorragende Voraussetzungen. Gerade deshalb müssen wir handeln, solange wir gestalten können.“

Die GRÜNEN beschäftigen sich mit dieser Frage bereits seit mehreren Jahren. Schon 2021 haben sie ein strategisches Wirtschaftsförderungskonzept und eine stärkere Vernetzung von Wirtschaft, Verwaltung und Politik angeregt. Auch im Kommunalwahlprogramm 2025 wurden ein langfristiges Wirtschaftsförderungskonzept, die Förderung von Innovationen und eine stärkere Positionierung der Marke „Kempen“ gefordert.

„Kempen hat viele starke Akteure und gute Einzelprojekte. Was uns noch fehlt, ist die gemeinsame Klammer“, erklärt Straeten. „Wirtschaftsförderung, Innenstadtentwicklung, Tourismus, TZN, Werbering und Stadtmarketing müssen stärker zusammengedacht werden.“

Dabei stellen die GRÜNEN ausdrücklich nicht die Arbeit der städtischen Wirtschaftsförderung infrage. Vielmehr müsse auch geprüft werden, ob deren personelle und organisatorische Ausstattung den gewachsenen Erwartungen entspricht.

Die Diskussion über eine Marketing-Gesellschaft sollte deshalb genutzt werden, um gemeinsam mit Wirtschaft, Werbering, TZN, Gastronomie, Kultur, Bürgerschaft, Verwaltung und Politik konkrete Ziele für die weitere Entwicklung Kempens zu vereinbaren. Dazu gehören ein aktiver Umgang mit Leerständen, die Gewinnung neuer Geschäfte und Unternehmen, die Unterstützung bestehender Betriebe sowie die Weiterentwicklung von Tourismus und Stadtmarketing.

„Wir sollten nicht zuerst darüber reden, welches Schild künftig an welcher Tür hängt“, so Straeten. „Wenn eine Marketing-Gesellschaft die beste Lösung ist, sollten wir offen dafür sein. Wenn wir vorhandene Strukturen stärken und besser vernetzen können, gehört auch das auf den Tisch.“

Für die GRÜNEN gilt deshalb: Jetzt handeln, gemeinsam Ziele setzen und anschließend die passende Struktur schaffen. Unser Ziel ist keine neue Organisation um ihrer selbst willen, sondern ein wirtschaftlich starkes und lebendiges Kempen.