Grünflächen in Kempen: Wie gut sind wir für die Zukunft aufgestellt?

Ein Schwalbenschwanz-Schmetterling mit hell gemusterten Flügeln und blau-schwarzer Zeichnung sitzt seitlich an einer gelben Blüte. Der Hintergrund ist unscharf in Blau- und Türkistönen gehalten, mit angedeuteten weiteren Blüten.

Wie steht es um Kempens Grünflächen – und sind unsere Planungsgrundlagen noch auf der Höhe der Zeit? Mit einer Anfrage im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität wollen wir GRÜNE genau das klären.

Die Stadt Kempen verfügt bereits seit 1994 über ein Grünflächenverbundsystem, das sich mit der ökologischen Bedeutung, Sicherung und Vernetzung der Grünflächen im Stadtgebiet beschäftigt. Seitdem haben Themen wie Biodiversität, Biotopverbund und Klimafolgenanpassung jedoch erheblich an Bedeutung gewonnen. 

Deshalb möchten wir von der Verwaltung wissen, welchen Stellenwert das damalige Konzept heute noch hat und ob es inzwischen fortgeschrieben oder durch aktuellere Planungsgrundlagen ergänzt wurde. Außerdem fragen wir, ob es eine gesamtstädtische Betrachtung gibt, die zeigt, wie unsere Grünflächen und Biotope miteinander vernetzt sind und wo ökologische Entwicklungspotenziale bestehen. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Grünflächenkataster: Gibt es für Kempen eine vollständige digitale Übersicht der städtischen Grünflächen? Und werden darin neben Pflege und Bewirtschaftung auch die ökologische Wertigkeit und mögliche Entwicklungspotenziale der einzelnen Flächen erfasst? Gleichzeitig wollen wir wissen, wie die Erkenntnisse aus dem Klimafolgenanpassungskonzept mit der Grünflächenplanung sowie den Zielen für Biodiversität und Biotopverbund zusammengeführt werden. 

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, neue Konzepte zu produzieren, wenn die notwendigen Grundlagen bereits vorhanden sind. Zunächst wollen wir einen Überblick: Was haben wir? Was davon ist aktuell? Und wo gibt es möglicherweise noch Lücken oder ungenutzte Potenziale?

Erst auf dieser Grundlage lässt sich sinnvoll entscheiden, ob und wo politischer Handlungsbedarf für die weitere ökologische Entwicklung und Vernetzung der Kempener Grünflächen besteht.