Heiße Sommertage, aufgeheizte Plätze und gleichzeitig immer häufiger Starkregen: Auch in Kempen müssen wir unsere Stadt Schritt für Schritt besser an die Folgen des Klimawandels anpassen.
Ein Teil der Lösung liegt direkt unter unseren Füßen. Wo Asphalt, Pflaster oder Beton nicht mehr gebraucht werden, können Flächen entsiegelt und möglichst begrünt werden. Regenwasser kann besser versickern, Flächen heizen sich weniger auf und es entsteht neuer Raum für Stadtgrün und Biodiversität.
Deshalb haben wir GRÜNE den Prüfauftrag „Mehr Grün statt Grau“ eingebracht. Wir wollen wissen, wo es auf städtischen Flächen Potenzial für eine vollständige oder teilweise Entsiegelung gibt – zum Beispiel auf Plätzen, Parkflächen, Schulhöfen, Rand- und Restflächen oder rund um kommunale Gebäude.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um ein neues Großprogramm. Besonders sinnvoll kann Entsiegelung dort sein, wo die Stadt ohnehin saniert, umbaut oder Flächen neugestaltet. Dann soll künftig frühzeitig geprüft werden: Muss diese Fläche wirklich vollständig versiegelt bleiben – oder geht es auch grüner?
Gleichzeitig wollen wir schauen, welche Möglichkeiten es für private Grundstücke gibt. Bestehende Beratungs- und Förderangebote sollen besser gebündelt und bekannt gemacht werden. Auch Aktionen, bei denen Bürger*innen, Schulen, Vereine oder Unternehmen selbst aktiv werden können, sollen geprüft werden.
Kempen beginnt dabei nicht bei null. Klimaanpassung und Entsiegelung spielen bereits heute in verschiedenen Planungen und Maßnahmen eine Rolle. Unser Ziel ist, diese Ansätze systematischer miteinander zu verbinden und Entsiegelung bei künftigen Planungen selbstverständlich mitzudenken.
Denn Klimaanpassung muss nicht immer das eine große Projekt sein. Auch vergrößerte Baumscheiben, entsiegelte Randbereiche oder kleine bislang befestigte Restflächen können zusammengenommen einen Unterschied machen.
Unser Grundsatz: Wo Flächen ohnehin angefasst werden und eine Versiegelung nicht mehr notwendig ist, sollten wir prüfen, ob es auch grüner geht.
So wird Klimafolgenanpassung ganz konkret – mitten in Kempen.

